
Hypoaspis miles
syn. Stratiolaelaps scimitus:
Natürliche Schädlingsbekämpfung. Wirksam. Ohne Pestizide.
Hypoaspis miles ist eine bodenlebende Raubmilbe, die seit Jahrzehnten erfolgreich zur Schädlingsbekämpfung eingesetzt wird. Mit einer Körpergröße von maximal 1 mm ist sie bei sachgemäßer Anwendung für Menschen und Haustiere unbedenklich, im Einsatz gegen Schädlinge jedoch außerordentlich effektiv.
Die Raubmilbe ist wirksam gegen die rote Vogelmilbe, Blutmilben, Trauermückenlarven, Thrips-Puppen im Boden, Springschwänze, Wurzelläuse und andere Bodenschädlinge. Eine einzelne Raubmilbe kann im Laufe ihres Lebens mehrere hundert Milben fressen und vernichtet dabei alle Entwicklungsstadien, vom Ei bis zum adulten Tier.
Hypoaspis miles überlebt durchschnittlich 3-4 Wochen ohne Nahrung. Damit eignet sich das Produkt auch für den vorbeugenden Einsatz, bevor ein Befall sichtbar wird.
Die rote Vogelmilbe (Dermanyssus gallinae) ist einer der häufigsten Parasiten in der Geflügelhaltung. Sie saugt nachts Blut und kann sich ohne Wirtstier mehrere Wochen lang halten. Ein frühzeitiger oder präventiver Einsatz von Hypoaspis miles ist daher besonders sinnvoll.
Wichtig: Da Hühner die Raubmilben aufpicken können, ist die Einrichtung eines Rückzugsortes für die Nützlinge entscheidend für den Behandlungserfolg.
Hypoaspis miles wird zur Bekämpfung von Blutmilben und anderen Bodenmilben im Terrarium eingesetzt. Die Wirksamkeit hängt vom Tierbesatz ab. Bei Schlangen und anderen nicht-insektenfressenden Tieren ist die Anwendung in der Regel problemlos möglich. Bei kleinen insektenfressenden Terrarienbewohnern kann ein Teil der Raubmilben als Nahrung aufgenommen werden. Die Erfolgsaussichten sollten daher je nach Tierart individuell bewertet werden.
Hypoaspis miles siedelt sich in den oberen Bodenschichten an und bekämpft dort Trauermückenlarven, Thrips-Puppen, Springschwänze und Wurzelläuse. Das Substrat sollte weder zu trocken noch zu nass sein. Die sachgemäße Anwendung ist unbedenklich für Pflanzen, Menschen und Haustiere.
Vorbeugend:
2.000 Tiere schützen bis zu 20 m² Bodenfläche. 10.000 Tiere schützen bis zu 100 m² Bodenfläche.
Bei bestehendem Befall:
2.000 Tiere behandeln 1-2 m² bei mäßigem bis starkem Befall. 10.000 Tiere behandeln 5-10 m² bei mäßigem bis starkem Befall.
Wenden Sie die Tüte vor dem Öffnen vorsichtig hin und her, um den Inhalt zu vermischen.
Öffnen Sie die Tüte erst am Einsatzort. Bringen Sie den gesamten Packungsinhalt auf.
Verbleiben Raubmilben in der Tüte, beginnen diese sich nach dem Schlüpfen gegenseitig zu fressen. Lassen Sie daher die leere Tüte noch einige Tage geöffnet im Bestand liegen, damit verbliebene Tiere hinauskommen können.
Verteilen Sie den Inhalt in mehreren Häufchen über die Stallfläche. Streuen Sie die Raubmilben auf ein feuchtes Gartenvlies und stülpen Sie einen umgedrehten Tontopf darüber. Legen Sie Holzstücke oder Korken unter den Topfrand, damit die Raubmilben ungehindert ein- und auswandern können. Dieser Rückzugsort schützt die Nützlinge vor dem Aufpicken durch die Hühner und bietet das feuchte Kleinklima, das Hypoaspis miles für eine erfolgreiche Vermehrung benötigt. Beschweren Sie den Tontopf gegebenenfalls, damit die Hühner ihn nicht umstoßen. Halten Sie Vlies und Tontopf während der gesamten Anwendungsdauer leicht feucht.
Behandeln Sie zusätzlich immer auch Nester und Ruheplätze: Heben Sie das Nestmaterial an, streuen Sie etwa einen Esslöffel des Packungsinhalts ein und bedecken Sie das Nest wieder. Die natürliche Feuchtigkeit des Nestmaterials reicht aus, eine zusätzliche Befeuchtung ist hier nicht notwendig.
Die Häufchen sollten mindestens zwei Wochen bestehen bleiben und dabei leicht feucht gehalten werden. Nur so können sich Eier und Larven vollständig entwickeln. Ein mangelnde Feuchtigkeit beeinträchtigt den Behandlungserfolg.
Bringen Sie die Raubmilben direkt auf das Bodensubstrat aus und verteilen Sie den Inhalt gleichmäßig über die Grundfläche. Hypoaspis miles besiedelt aktiv die oberen Bodenschichten und jagt dort Milben und Milbenlarven in allen Entwicklungsstadien.
Feuchtigkeitsspeichernde, organische Substrate begünstigen eine erfolgreiche Anwendung, da Hypoaspis miles eine gewisse Bodenfeuchte für Aktivität und Vermehrung benötigt.
Beachten Sie, dass die Eignung je nach Tierbesatz variieren kann: Bei Schlangen und anderen nicht-insektenfressenden Tieren ist die Anwendung in der Regel problemlos möglich. Bei kleinen insektenfressenden Terrarienbewohnern können die Raubmilben möglicherweise als Beute wahrgenommen werden, was die Wirksamkeit beeinträchtigen kann.
Verteilen Sie das Streu gleichmäßig auf der Bodenoberfläche rund um die Pflanzen. Das Substrat sollte leicht feucht sein. Legen Sie die geöffnete Tüte für einige Tage dazu.
Hypoaspis miles ist nach dem Ausbringen durchschnittlich 3-4 Wochen aktiv. Die Entwicklung vom Ei zum adulten Tier dauert etwa 12 Tage, sodass sich die Population bei ausreichender Nahrung und Feuchtigkeit selbst erhält.
Bei akutem Befall: Zeigt sich nach drei Wochen keine Verbesserung, bringen Sie sofort eine weitere Einheit aus. Bei einem erneuten Behandlungsbedarf empfiehlt sich eine Nachbehandlung nach vier bis fünf Wochen. Der Anfangsbefall war in solchen Fällen möglicherweise stärker, als Sie ihn nach Sichtbefund eingeschätzt hätten.
Wenden Sie Hypoaspis miles direkt nach Erhalt an. Eine Lagerung von Lebendware wird nicht empfohlen.
Die optimale Umgebungstemperatur liegt zwischen 15 und 30°C, ideal sind 20-27°C bei leicht feuchtem Substrat.
Entfernen Sie vor der Anwendung Kieselgur aus dem Behandlungsbereich. Kieselgur ist mit Hypoaspis miles nicht verträglich.
Setzen Sie in einem ausreichenden Zeitraum vor und nach der Anwendung keine Pestizide ein, da diese auch die Nützlinge schädigen können.
Hypoaspis miles ist ausschließlich für den Einsatz in geschlossenen Bereichen geeignet: Hühnerstall, Voliere, Terrarium, Gewächshaus und Innenraum. Für den Freilandeinsatz ist das Produkt nicht geeignet.
Die Nützlinge gehen nicht auf Stall- oder Terrarienbewohner über und sind bei sachgemäßer Anwendung für Menschen und Haustiere unbedenklich.
Hypoaspis miles erreicht eine Körpergröße von etwa 1 mm und ist damit mit bloßem Auge kaum erkennbar. Im Substrat oder auf dem Stallboden sind einzelne Tiere in der Regel optisch nicht vom Substrat zu unterscheiden.
Nein. Hypoaspis miles lebt in den oberen Bodenschichten und ernährt sich von Kleinstorganismen wie Milben und Insektenlarven. Pflanzenwurzeln, Keimlinge und oberirdische Pflanzenteile werden nicht angegangen.
Hypoaspis miles geht nicht auf größere Tiere über und ist für Geflügel, Reptilien und andere Stallbewohner bei sachgemäßer Anwendung unbedenklich. Bei kleinen insektenfressenden Terrarienbewohnern kann es vorkommen, dass die Raubmilben als Nahrung wahrgenommen werden, was die Wirksamkeit der Behandlung beeinträchtigen kann.
Hypoaspis miles benötigt eine gewisse Bodenfeuchte, um aktiv zu bleiben und sich zu vermehren. Trockene Bedingungen reduzieren die Aktivität der Tiere erheblich und beeinträchtigen den Behandlungserfolg. Im Hühnerstall empfiehlt sich daher ein feuchter Rückzugsort (Vlies unter Tontopf), im Terrarium ein feuchtigkeitsspeicherndes organisches Substrat, bei Zimmerpflanzen leicht feuchte Erde.
Hypoaspis miles ist nach dem Ausbringen durchschnittlich mehrere Wochen aktiv. Bei ausreichender Nahrung und Feuchtigkeit vermehrt sich die Population selbst: Die Entwicklung vom Ei zum adulten Tier dauert etwa 12 Tage. Ohne Nahrung überleben die Tiere durchschnittlich 3-4 Wochen.
Ja. Da die rote Vogelmilbe sich ohne Wirtstier mehrere Wochen halten kann, ist ein vorbeugender Einsatz sinnvoll, insbesondere im Hühnerstall. Hypoaspis miles überlebt auch ohne aktiven Schädlingsbefall durchschnittlich 3-4 Wochen und kann so einen Befall verhindern, bevor er sichtbar wird.
Kieselgur und Pestizide sind mit Hypoaspis miles nicht verträglich und können die Nützlinge abtöten. Entfernen Sie Kieselgur vor der Anwendung aus dem Behandlungsbereich und halten Sie einen ausreichenden zeitlichen Abstand zu vorangegangenen Pestizidanwendungen ein.
Bei akutem Befall: Zeigt sich nach drei Wochen keine Verbesserung, empfiehlt sich eine sofortige Nachbehandlung. Bei einem regulären Behandlungszyklus ist eine Wiederholung nach vier bis fünf Wochen sinnvoll. Ein stärkerer Anfangsbefall als erwartet ist die häufigste Ursache für ausbleibende Ergebnisse.
Nein. Hypoaspis miles ist ausschließlich für den Einsatz in geschlossenen Bereichen geeignet, also in Hühnerställen, Volieren, Terrarien, Gewächshäusern und Innenräumen. Im Freiland sind die Bedingungen für eine wirksame Anwendung nicht gegeben.
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