Wiesenschnaken effektiv bekämpfen: Von der Larve bis zur Lösung – Natürliche Strategien für einen gesunden Garten

Alles Wissenswerte über Wiesenschnaken

Die Wiesenschnake ist ein ungebetener Gast, der immer wieder die Rasen- und Grünflächen deutscher Gärten heimsucht und zu Verwüstungen führt. Dabei ist es wie so oft nicht das adulte Tier, sondern vielmehr die gefräßige Nachkommenschaft, welche die Schäden zu verantworten hat. Die Larven der Wiesenschnake leben unterirdisch und ernähren sich im Erdboden vom Wurzelwerk der darüberliegenden Gräser. Was übrig bleibt, sind abgestorbene Pflanzenteile, die je nach Ausmaß eine weitläufige, gelbe Rasendecke aus toten Gräsern bilden. 

Wie kann der eigene Rasen also vor einem Befall der gierigen Larven geschützt werden? 

Im folgenden Beitrag geben wir einen detaillierten Einblick in das Leben und Schadbild der Wiesenschnake und stellen Lösungen vor, die natürlich und ganzheitlich gegen den Schädling vorgehen. Damit Ihr Garten wieder ganz Ihnen gehört!

Lebenszyklus und Verhalten von Wiesenschnaken: Alles, was Sie wissen müssen

Der Lebenszyklus der Wiesenschnake erstreckt sich von der Eiablage über das Larvenstadium, zur Wiesenschnaken-Puppe und hin zum erwachsenen Tier. Die gesamte Lebensdauer der Wiesenschnake einschließlich aller Stadien beträgt damit etwa ein Jahr, in dem der ungeliebte Schädling leider häufig sehr negativ auf sich aufmerksam macht. Dabei ist es nur ein einziges Stadium, das tatsächlich aktiv Schaden anrichtet:
Die Wiesenschnaken-Larve.
Doch wann muss man mit der gierigen Brut rechnen? Wann legen Wiesenschnaken Eier und wann schlüpfen die hungrigen Larven

Wir schauen uns den Lebenszyklus der Wiesenschnake über die gesamte Lebensdauer im Detail an.

Die Eiablage

Ein Wiesenschnaken-Weibchen legt im August/September 300 bis 500 Eier in der Rasenfläche ab, bevor es kurz nach der Eiablage stirbt. Zur Eiablage bevorzugt werden lockere, feuchte Böden, mit Vorliebe in der Nähe von Gewässern. Nach vier bis sechs Wochen schlüpfen aus den Eiern die ersten Larven
💡 Die Eiablage im August/September wird der Wiesenschnake durch dichtes, hohes Gras erschwert. Das Risiko für einen Befall kann so natürlich gesenkt werden, da die Bodenfläche vom hohen Gras geschützt für die Weibchen schwieriger zu erreichen ist!

[Foto: MaCross-Photography / shutterstock.com]

Die Wiesenschnaken-Larve 

Wenn die ersten Larven der Wiesenschnake aus den Eiern schlüpfen, dann ist der Sommer bereits vorbei und die Temperaturen beginnen zu sinken. Die jungen Larven von Wiesenschnaken halten sich im 1. und 2. Larvenstadium im Rasen, dicht unter der Grasnarbe auf und überwintern hier in ihrem 3. Larvenstadium in nur etwa 3 cm Tiefe.

Im folgenden Frühjahr, wenn die Temperaturen steigen und das Nahrungsangebot wächst, erwachen die Larven und beginnen umgehend zu fressen. Das Frühjahr ist daher auch die Jahreszeit, in der das Schadbild der Wiesenschnake besonders intensiv beobachtet werden kann. Häufig merken Betroffene dann, dass etwas mit der eigenen Grünfläche nicht stimmt.

Da man die Übeltäter nicht unmittelbar erkennen kann, ist es häufig erst ein kräftiger Frühlingsregen, der die unsichtbaren Raupen verrät: Starker Regen treibt die Wiesenschnaken-Larve auf die Terrasse und andere höher liegende Bereiche, wo sie vor der exzessiven Nässe geschützt sind. Plötzlich wimmelt es dann oberflächlich nur so mit den Raupen der Wiesenschnake, die an ihren Hinterleibs-Fortsätzen, der sogenannten “Teufelsfratze”, gut zu identifizieren sind.

Ein Steckbrief:

Größe: Bis zu 4 cm je nach Stadium
Form: Walzenförmig, dicklich, ohne betonte Kopfkapsel
Färbung: Grau-braun
Besonderheiten: Hinterleibsfortsätze “Die Teufelsfratze”
Bekämpfung: SC-Nematoden im September/Oktober

Ist es also einmal offiziell und der Befall mit Wiesenschnaken ist bestätigt, dann stellt sich natürlich die drängende Frage: Wie bekämpfe ich die Larven der Wiesenschnake? Und ist es möglich, die Larven der Wiesenschnake natürlich zu bekämpfen? 

Die gute Nachricht ist: Ja! Eine natürliche und effektive Bekämpfung von Wiesenschnaken-Larven ist möglich, ohne das Ökosystem mit Giftstoffen zu belasten. SF-Nematoden sind eine gezielte und ideal verträgliche Lösung für die Bekämpfung von Wiesenschnaken-Befall. Sie stellen als Nützlinge das natürliche Gleichgewicht sanft wieder her und belasten weder die Umwelt, noch ziehen sie andere, nützliche Gartenbewohner in Mitleidenschaft. Die Nematoden werden dazu unmittelbar nach dem Ausschlupf der Larven im September/Oktober angewendet, um einen Fraßschaden im kommenden Jahr zu verhindern.

Von der Puppe zur adulten Schnake

Hat es die Larve jedoch erfolgreich durch das Frühjahr geschafft, dann legt sie ab Juni im 4. Larvenstadium eine mehrwöchige Ruhephase ein. In dieser nimmt sie keine Nahrung mehr auf und bereitet sich in tieferen Bodenschichten auf die Verpuppung vor. Diese erfolgt im Juli und dauert ebenfalls mehrere Wochen, bevor im August die erwachsene Wiesenschnake schlüpft. 

Von der erwachsenen Tipula geht nun keine Gefahr mehr aus. Das harmlose Fluginsekt ernährt sich von Nektar und Pollen und kann trotz seines langen, spitzen Hinterleibs, tatsächlich nicht stechen. Wiesenschnaken sind zudem keine herausragenden Flieger. Die Weibchen schaffen nicht mehr als etwa 5 Meter am Stück, so dass die Eier häufig wiederkehrend an den immer gleichen Stellen abgelegt werden. 

Die Paarung erfolgt unmittelbar nach dem Verlassen der Puppe. Männchen sterben direkt nach der Paarung ab, ihre Pflicht ist getan. Die Weibchen dagegen suchen nun nach einer geeigneten Ablagestelle für ihre Brut und sterben erst nach der Eiablage, spätestens im September, ebenfalls. Ein neuer Zyklus beginnt. 

September und Oktober sind nun die idealen Monate, um mit SF-Nematoden erfolgreich gegen den Befall zu behandeln!

Schadbild und Probleme durch Wiesenschnaken: Erkennen und Verstehen

Die Wiesenschnake kommt sehr regelmäßig vor und wird in normaler Quantität vom Ökosystem gut toleriert, ohne maßgeblichen Schaden anzurichten. Schwierig wird es erst, wenn unsere fein getrimmten Rasenflächen ideale Bedingungen für die Eiablage der Schädlinge erlauben: Einer massenhaften Vermehrung steht hier wenig entgegen, bis ein handfester Befall zügig das bekannte Schadbild hervorbringt

Der Schaden durch Larven:

Ein Rasen mit Wiesenschnaken-Befall zeigt als Schadbild große und kleine, meist runde Flecken abgestorbener Rasenfläche, die gelb und welk erscheinen. Und hat sich ein Befall erst einmal festgesetzt, ist es oft schwierig, den unsichtbaren Schädlingsraupen beizukommen. Es sind die Larven der Wiesenschnake, die mit ihrer unterirdischen Fraßtätigkeit für die unansehnliche Entwicklung unserer Grünflächen verantwortlich sind.

Schäden durch erwachsene Wiesenschnaken:
Können Wiesenschnaken stechen?

Die erwachsenen Wiesenschnaken sind zwar häufig wegen ihres Aussehens gefürchtet, sind aber vollkommen harmlos für Pflanzen, Mensch und Tier. 

Im Internet kursieren immer wieder Bilder vom “Biss von einer Wiesenschnake”, vor allem auch am Menschen - dies ist aber völlig unrealistisch. Die Wiesenschnake hat keinen Stachel und kann damit faktisch nicht stechen. Bisse am Menschen sind damit ausgeschlossen, auch wenn die flugfähigen Insekten bedrohlich aussehen können. 

Eine Gefahr geht von den erwachsenen Tieren nur insofern aus, dass die Weibchen mit je bis zu 500 Eiern schnell zur Vergrößerung des Befalls beitragen. 

Dies kann durch den Einsatz von SF-Nematoden verhindert werden:

SF-Nematoden töten junge Larven der Wiesenschnake in den Monaten September/Oktober zuverlässig und nachhaltig ab, so dass ein erneutes Auftreten der Rasenschäden im Folgejahr verhindert werden kann. Und das ganz ohne Chemie!

Effektive Bekämpfung und Prävention von Wiesenschnaken: Methoden und Tipps

Häufig ist eine Kombination verschiedener Ansätze sinnvoll, um Wiesenschnaken im Rasen ganzheitlich und umweltverträglich zu bekämpfen. So gibt es verschiedene Mittel gegen Wiesenschnaken, die allein nur teilweise zum Erfolg führen oder Einschränkungen unterliegen, die durch andere Hausmittel im Kampf gegen Wiesenschnaken jedoch ideal ergänzt werden. 

Was also hilft gegen Wiesenschnaken? 

Und was tun gegen Wiesenschnaken in einem biologisch geführten Garten?

Chemische Methoden

Die Anwendung synthetischer Insektizide gegen Wiesenschnaken im Rasen ist bereits seit einiger Zeit nicht mehr gestattet. Die chemische Bekämpfung der Wiesenschnake ist daher keine Option, was wir bei Legona im Sinne der Artenvielfalt und des Artenschutzes sehr begrüßen! 

Auch vom Einsatz von BTI zur Mückenbekämpfung sollte an dieser Stelle abgesehen werden, da es sich hierbei um ein (wenn auch natürliches, aber recht aggressives) Insektizid handelt, dessen Auswirkungen auf harmlose Zweiflügler sehr weitreichend sind. Zweiflügler sind ein unentbehrlicher Bestandteil der Nahrungskette und sollten damit nicht zwischen die Fronten unreguliert eingesetzter Schädlingsbekämpfungsmittel geraten. 

Ein chemisches Vorgehen ist auch gar nicht nötig, besteht doch ein großes Angebot aus ganzheitlichen, natürlichen Lösungen, um Wiesenschnaken nachhaltig zu bekämpfen!

Die biologische Lösung

Nützlinge wie Nematoden stellen eine optimale Lösung dar, um einen Befall mit Wiesenschnaken natürlich und effektiv zu bekämpfen. SF-Nematoden gegen Wiesenschnaken sind winzige, harmlose Fadenwürmer, die in jedem gesunden Erdreich ganz natürlich vorkommen sollten. Sie ernähren sich von Beutetieren wie den Larven der Wiesenschnake und tragen so direkt zur Auflösung des Befalls bei. Für Mensch, Tier und Pflanze sind die winzigen Helfer dabei völlig unbedenklich und haben keine Nebenwirkungen

Nematoden gegen Wiesenschnaken, oder auch Grasmücken genannt, lassen sich einfach online bestellen. Der Vorteil darin, Nematoden gegen Wiesenschnaken im Internet zu kaufen, liegt in der Frische und Qualität des Produkts, welches direkt aus der Züchtung unkompliziert nach Hause geliefert wird. Hier kommt es dann im besten Fall sofort zum Einsatz. 

Wann sollte man Nematoden gegen Wiesenschnaken ausbringen?

Für beste Ergebnisse ist eine Anwendung der unscheinbaren Nützlinge in den Monaten nach der Eiablage, im September und Oktober, vorgesehen. Die frisch geschlüpften Schädlingslarven sind dann noch klein und haben eine geringe Widerstandskraft gegen die gefräßigen Nematoden. Auf diese Weise können die Nematoden bestmöglich gegen die Larven der Wiesenschnake agieren und einen erneuten Ausbruch des Befalls im folgenden Frühjahr verhindern.

Ergänzende Hausmittel gegen Wiesenschnaken

Bei der ganzheitlichen Bekämpfung von Wiesenschnaken ist es häufig sinnvoll, neben dem Einsatz von Nützlingen auch weitere, unterstützende Maßnahmen einzubringen. Fällt ein Befall der Wiesenschnake beispielsweise im April durch erste Schäden am Rasen auf, dann ist es für die effektive Bekämpfung mit Nematoden für die laufende Saison bereits zu spät. Die Larven sind bereits zu groß und widerstandsfähig, um mit dem Einsatz von Nematoden durchschlagende Ergebnisse zu erzielen. Die Nützlinge können erst im September/Oktober wieder erfolgreich eingesetzt werden, um einen Befall im darauffolgenden Frühjahr aktiv zu verhindern. Doch was kann man im Frühjahr unterstützend tun, um den eigenen Rasen vor weiterem Fraß zu schützen?

Kalkstickstoff-Dünger gegen Wiesenschnaken:

Der Dünger kann sehr gut im Frühjahr eingesetzt werden, wenn die Larven der Wiesenschnake nach der Winterruhe noch geschwächt sind. Zudem unterstützt er den Rasen und beugt größeren Schäden vor, indem er die Widerstandskraft der Gräser erhöht. Kalkstickstoff gegen Wiesenschnaken, oder auch Rasenkalk genannt, hemmt also die Larven in ihrer Entwicklung und schützt den Rasen.

Aber Achtung: Viel hilft nicht immer viel! Eine Überdüngung kann den gegenteiligen Effekt haben und dem Rasen schaden, wo er nützen sollte. Gehen Sie mit Kalk gegen Wiesenschnaken daher sparsam um!

Weizenkleie gegen Wiesenschnaken:

Dieser Ansatz scheint etwas für die Hartgesottenen zu sein:
Mit einer Mischung aus Weizenkleie und Zucker lassen sich die Larven aktiv aus dem Bodenlocken und können damit in den frühen Morgenstunden von der Mischung abgesammelt werden. Hühner lieben die proteinreichen Snacks und nehmen die Larven daher gern als Frühstücksoption an! Andernfalls sollten die Schädlingslarven abgetötet und entsorgt werden, um ein Ausbreiten in bisher befallsfreie Bereiche zu vermeiden.

Fazit:

Wiesenschnaken sind ein echtes Ärgernis, haben sie sich erstmal auf der wohl gepflegten Rasenfläche ausgebreitet. Innerhalb eines Jahres können die unterirdisch lebenden Larven durch ihre Fraßtätigkeit an den Rasenwurzeln erheblichen Schaden anrichten und zum Absterben ganzer Rasenflächen führen. Doch das muss nicht sein!

Die Bekämpfung der Wiesenschnake und ihrer Larven ist umweltschonend und biologisch möglich, sodass selbst der strengste Bio-Garten nicht auf seine Rasenflächen verzichten muss! Nützlinge wie SF-Nematoden gegen Wiesenschnaken sind eine gezielte, effektive und hochverträgliche Art der natürlichen Schädlingsbekämpfung, die zu einem gesunden Gleichgewicht in Ihrem Garten beiträgt. 

Der Verzicht auf chemische Insektizide erlaubt zudem einer Vielzahl von anderen Nützlingen den Einzug in Ihren Garten, die langfristig dazu beitragen, dass Gut und Schlecht sich in Ihrem Garten ganz natürlich die Waage halten. Einer Überpopulation von Schädlingen wird damit organisch entgegengewirkt - so bedankt sich Ihr Garten für ein giftfreies Ökosystem!